Familie: | Urticaceae – Brennnesselgewächse |
Gattung: | Urtica |
Art: | grosse Brennnessel – Urtica Dioica |
Vorkommen: | liebt stickstoffhaltigen Boden |
Verbreitung: | sehr weit verbreitet auf der ganzen Nordhalbkugel, ausser in den Tropen und der Arktik |
Die Inhaltsstoffe der Brennnesssel: Kieselsäure, Gerbstoffe, Histamin, Ameisensäure, Essigsäure, Kaffeesäure, Magnesium, Eisen, Kalium, Silicium, Natrium, Chlorophylle, Karotinoide, Vitamine A, B und C,
Brennnesseln liefern nicht nur selber Eisen, sondern sind auch Eisen-Einschleuser. Das heisst, wenn wir Brennnessel zusammen mit anderen Lebensmitteln essen, die Eisen enthalten, hilft die Brennnessel im Darm die Aufnahme des Eisens zu gewährleisten.
Geschnitten werden die oberen 2 bis 4 Paar Blätter, weil die am zartesten sind. Da die Pflanze danach immer wieder Seitentriebe bildet lässt sich so das ganze Jahr über von der Brennnessel ernten. Im Spätsommer/Herbst eigenen sich die Samenstände hervorragend zum Trocknen, sie können so als Vorrat über den Winter genutzt werden.
Die Nesselzellen der Brennnessel befinden sich vor allem am Stiel und an den Rändern der gezackten Blätter. Um sie zu ernten ergreift man eines der obersten Blätter mit zwei Fingern von oben und unten auf das Blatt und vermeidet den Kontakt mit dem Blattrand. Mit einer Schere trenne ich die obersten 2-4 Paar Blätter ab (die älteren und grösseren Blätter sind zu zäh) und lasse sie in meinen Sammelbehälter fallen.
Zum Essen blanchieren wir sie entweder kurz, damit die Nesselzellen unschädlich gemacht werden, oder für die rohe Küche kann mit dem Wallholz darübergewallt werden, bis die Blätter weich und die Nesselzellen kaputt sind.
Die Raupen zum Beispiel des Admirals, des Distelfalters, des kleinen Fuchs, des Tagpfauenauges, des C-Falters, des Landkärtchens brauchen die Brennnessel als Nahrung.