Dost, der wilde Origano - ein Insektenmagnet

September 2026

Familie:
Lippenblütler (Lamiaceae)
Gattung:
Origanum
Art:
Origanum vulgare
Vorkommen:
sonnige Staudenräume, an Gehölzen, auf Trockenwiesen und basenreichen Böden
Verbreitung:
weit verbreitet

Dost – origanum vulgare – trotzt der Trockenheit

Der Dost ist eine weitere Pflanze, die das trockene Jahr bis jetzt recht gut überstanden hat. Er blüht sehr dauerhaft (an unterschiedlichen Standorten zu anderen Zeiten) und entfaltet seinen Duft am besten, wenn man ihn (Blätter, Blüten oder Knospen) zwischen den Fingern verreibt.

Küchenkraut, das sehr vielseitig eingesetzt werden kann

Von April bis September frisch, ab Oktober getrocknet, kann er vielseitig eingesetzt werden. Getrocknet, z.B. in einem Glas aufbewahrt, hält er locker den Winter durch und aromatisiert viele mediterrane Gerichte wunderbar.

Die Blüten und Triebspitzen sind am aromatischsten, die Blätter können aber auch sehr gut verwendet werden. Man kann ihn als Gewürz in Saucen, als Tee, in Spirituosen oder als Saltatbeigabe (zum Beispiel einem griechischen Salat) einsetzen. Die getrockneten, verholzten Stiele können als Spiesse gebraucht werden. Fein gehackt in der Kräuterbutter, zu Kräuterkartoffeln, im Omelett, etc. Dem Einsatz von Dost sind ausser der eigenen Vorliebe fast keine Grenzen gesetzt.

Blüten duften am stärksten

Die Blüten des Dost verströmen ganz offensichtlich nicht nur für Menschen einen herrlichen Duft, sondern definitiv auch für Insekten. Steht eine Staude des Dost in voller Blüte summt und brummt es sehr gut hörbar in seiner Umgebung. Bienen sind in sehr grosser Zahl anzutreffen, auch immer wieder Schmetterlinge und andere Insekten.

Dost als Mulch gegen Schädlinge

Im Dost hat es starke ätherischen Öle, die, wenn mann die Stauden als Mulch unter Nutzpflanzen auslegt, Schädlinge von der Pflanze abhalten können. Insbesondere Kohlgewächse können damit vor dem Kohlweissling geschützt werden.

Inhaltstoffe und Wirkung von Dost

Dost enthält bis zu 4 % ätherisches Öl mit Carvacrol, Terpinen und Thymol. Diese sind starkt antimikrobiell, der Tee kann zum Beispiel als Gurgelwasser eingesetzt werden bei Problemen mit der Mundschleimhaut. Ausserdem enthält er Flavonoide, Gerbstoffe und Rosmarinsäure. Das Ganze hilft hervorragend bei Verdauungsstörungen und Blähungen und fördert die Gallensekretion. Die Pflanze wirkt krampflösend und beruhigend.