Familie: | Dickblattgewächse (Crassulaceae) |
Gattung: | Fetthennen (Sedum) |
Art: | grosse Fetthenne oder Purpur-Fetthenne (Sedum telephium) |
Vorkommen: | Gebüschränder, Steinschutt, Waldschläge, Wege, Äcker, Felsen, eher steinige Böden |
Verbreitung: | von der Ebene bis ins Gebirge, ziemlich häufig |
die Fetthenne gehört zu den sukkulenten Planzen und kommt mit sehr wenig Wasser zurecht, da Blätter und Wurzeln Wasser speichern können. In vielen Ziergärten steht sie im Steingarten und nur die Wenigsten wissen, dass sie zu den essbaren Wildkräutern gehört.
Die fleischigen, dicken Blätter können geschält (schwierig zu machen, empfiehlt sich aber) oder ungeschält gegessen werden. Vor allem das Innere der Blätter erinnert vom Geschmack her an unreife Peperoni.
Man kann die Blätter zum Beispiel fein geschnitten zusammen mit Gurke und Knoblauch in einen Kräuterquark geben, oder sie mit verschiedenem Gemüse oder in einer Omelette kochen. Selten werden sie als Salat oder Rohkost (siehe Rezept diesen Monat) eingesetzt.
Auch die Wurzeln können gebraten oder gekocht gegessen werden.
Es gibt verschiedene Arten von Fetthennen. Die in den Gärten häufigste ist die grosse Fetthenne, oder Purpurfetthenne (Sedum telephium). Sedum album, die weisse Fetthenne findet man eher wild. Weitere Arten: scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre), gewöhnliche Felsen-Fetthenne (Sedum rupestre) oder milder Mauerpfeffer (sedum sexangulare)
Auch der Hauswurz gehört zur gleichen Pflanzenfamilie. Da er aber geschützt ist, darf er nur im eigenen Garten geerntet werden.
Die Fetthennen enthalten Alkaloide, ein leicht giftiger Inhaltsstoff, daher wird sie nicht in grossen Mengen gegessen. (Keine Angst: Koffein oder Teein sind auch Alkaloide!) Sie enthalten aber auch Vitamin C, Flavonoide (hemmen das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Viren), Gerbstoffe (wandeln Proteine um und sind z.B. entzündungshemmend und antiallergen) und Schleimstoffe.
Ihre fleischigen Blätter können längs aufgeschnitten werden und mit der feuchten, schleimigen Innenseite auf leichte Verbrennungen wie Sonnenbrände gelegt werden. Ausserdem sind sie unter anderem blutstillend und schmerzstillend.