Familie: | Asteraceae (Korbblütler) |
Gattung: | Bellis (Gänseblümchen) |
Art: | Bellis perennis |
Vorkommen: | Weiden, geschnittene Rasenflächen, in Gärten, auf nährstoffreichem Untergrund. Zeiger für verdichtete Böden. |
Verbreitung: | in Mitteleuropa heimisch, mittlerweile fast auf der ganzen Welt durch Menschen verbreietet (Neophyt ausserhalb Europa) |
Von März bis November bringt das Gänseblümchen immer wieder neue Blüten hervor. Es ist sicher eine der bekanntesten Pflanzen, aber längst nicht alle wissen, dass es auch in der Küche und in der Hausmedizin eingesetzt werden kann.
Speziell am Gänseblümchen: es dient uns als Regenanzeiger – kurz bevor es zu regnen beginnt, schliesst sich das Blütenköpfchen und öffnet wieder sobald es trocken ist. Auch in der Nacht schliesst sich die Blume.
In der Küche:
Das Gänseblümchen hat einen leicht nussigen Geschmack und kann sowohl roh, in Salaten oder auf dem Brot, als auch als Suppenbeilage gereicht werden. Es kann die Blüte und die Blatt-Grundrosette genossen werden. Die Grundrosette wird wie Nüsslisalat geerntet und auch so eingesetzt.
Spezial-Effekt auf der Suppe: Da das Blütenköpfchen zumacht, wenn es gepflückt wird, aber wieder öffnet bei Kontakt mit Flüssigkeit, ergibt sich ein zauberhafter Moment, wenn das Gänseblümchen erst am Tisch in die Suppe gelegt wird.
In der Hausmedizin:
Das Gänseblümchen war im Jahr 2017 die Heilpflanze des Jahres in Deutschland. Es enthält Saponine, ätherisches Öl, Flavonoide und Schleimstoffe und wirkt blutreinigend, schleimlösend und wassertreibend.
Ebenfalls wird dem Gänseblümchen eine cholesterinsenkende Wirkung nachgesagt.
Es wird als Tee eingenommen oder verarbeitet in Salben und Cremes für die äussere Anwendung eingesetzt.
Allgemeines:
Ursprünglich nur in Mitteleuropa heimisch, wurde das Gänseblümchen mittlerweile in fast der ganzen Welt angesiedelt, gilt aber ausserhalb von Europa als Neophyt.
Bei uns wächst es bis in hohe Lagen (in den Alpen bis auf 2400m hoch) und überwintert unter dem Schnee.
Es wächst nur auf tief gemähten Wiesen. Sobald höhere Pflanzen den selben Platz beanspruchen, verschwindet das Gänseblümchen. Es gilt als Anzeigepflanze für verdichtete Böden. Ist also dort am weitesten verbreitet, wo viel darauf rum gegangen wird.