Wiesenlabkraut - die Quirlpflanze

Mai 2026

Familie:
Rötegewächse – Rubiaceae
Gattung:
Galium
Art:
Galium mollugo
Vorkommen:
auf Wiesen, an Wald- und Gebüschrändern, meist auf nährstoffreichen Böden
Verbreitung:
sehr weit verbreitet und in grossen Mengen vorhanden

Wiesenlabkraut – das mit dem Quirl

Das Wiesenlabkraut hat einen vierkantigen Sängel und die lanzettförmigen Blätter sind in einem Kranz (Quirl) in verschiedenen Etagen um den Stiel herum angeordnet. Die Blätter bilden so eine „Etagère“, das macht das Labkraut leicht erkennbar. Das Wiesenlabkraut wächst aufrecht stehend, zuoberst an den Trieben befinden sich kleine, feine weisse Blümchen.

Man findet das Wiesenlabkraut sehr weit verbreitet auf Wiesen mit nährstoffreichen Böden.

Einsatz in der Küche:

Wir verwenden die obersten 3 bis 5 cm, die am zartesten sind. Verwendbar ist das Wiesenlabkraut sowohl roh in Salaten oder Smoothies als auch gekocht in Gemüse oder Saucen. Diesen Monat findet ihr ein Rezept für ein Fladenbrot mit Wildkräutern.

Das Klettlabkraut kann grundsätzlich auch gegessen werden, es ist aber aufgrund seiner Kletthaare nicht so weich und schmackhaft, wie das Wiesenlabkraut. Man fühlt den Unterschied gut, wenn man die Pflanzen anfasst. Das Klettlabkraut ist etwas rauh, fast hart und wenn man es an die Kleider hält bleibt es haften. Ausserdem wächst das Klettlabraut nicht aufrecht stehend, sondern liegend und bildet lange Bodenranken.

Das echte Labkraut hat auch quirlig angeordnete Blätter, aber sehr viel feinere weichere als das Wiesenlabkraut, und es blüht in sehr feinen gelben Blüten. Das echte Labkraut wurde früher zum Käse herstellen verwendet und hat als Labersatz seinen Namen bekommen.

Wirkung

Aufgrund seiner Inhaltstoffe darf es in grossen Mengen verzehrt werden. Das Labkraut wirkt die Nierentätigkeit anregend und hilft dem Lymphfluss. Es wird ihm attestiert, die Lebensgeister wecken zu können.

Pflückregeln allgemein, nicht nur für das Labkraut

  • Bei allen wild gesammelten Pflanzen soll darauf geachtet werden, dass nie alle Pflanzen an dem Standort gepflückt werden, so dass die Pflanze dort weiter bestehen kann. Es ist erlaubt eine bestimmte Menge Pflanzen für den Eigengebraucht zu sammeln.
  • Am Besten ist es, die Pflanzen an einem trockenen Tag zu sammeln. Wenn sie zum Trocknen gedacht ist, besser nach zwei schönen Tagen.
  • Die Pflanzen haben am meisten Wirkstoffe in den Blättern, wenn die Sonne am höchsten steht. Es gibt verschiedene Pflanzen, die Teile der Stoffe in den Stiel oder in die Wurzeln zurückziehen über Nacht.
  • Pflanzen nur sammeln, wo die Umweltbelastung durch Autos, Hundeurin und Spritzmittel (in der Nähe von Landwirtschaft und Schrebergärten) nicht so hoch ist.