Familie: | Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae) |
Gattung: | Ranunkelgewächs (Ranunculus) |
Art: | Ranuncula ficaria |
Vorkommen: | meist in feuchten Wiesen, unter Gebüschen, Hecken oder in Laubwäldern. Erster grüner Bodendecker im Frühling. |
Verbreitung: | Sehr weit verbreitet, verbreitet sich durch Wurzelknöllchen, die sich von der verwelkenden Mutterpflanze ablösen |
Scharbockskraut ist in Gärnterkreisen sehr unbeliebt, weil es flächig wuchert und den Boden ganz abdeckt. Über kleine Knötchen an den Wurzeln bilden sich immer wieder neue Pflanzen. Meist zieht sich das Scharbockskraut im Sommer aber ziemlich zurück und überlässt wieder mehr Platz den anderen Pflanzen. Ausserdem hilft die flächige Abdeckung des Bodens gegen dessen Austrocknen und es muss weniger Wasser zugeführt werden. Für mich ein sehr triftiges Argument, den Boden nicht brach liegen zu lassen, sondern immer dafür zu sorgen, dass er etwas geschützt ist, entweder durch Pflanzen oder Mulch.
Was viele nicht wissen: Das Scharbockskraut hat fast dreimal soviel Vitamin C wie eine Orange! Früher wurde den Matrosen vor einer langen Schiffsreise Scharbkockskraut zu essen gegeben, damit sie nicht Skorbut (Vitamin C Mangelerkrankung) bekommen und ihnen die Zähne deswegen ausfallen.
Das Scharbockskraut enthält Protoanemonin, ein leicht giftiges Alkaloid. Je älter die Pflanze wird, umso mehr Protoanemonin enthält sie. Deswegen essen wir das Schafbockskraut nur im Frühling. Ein Anzeiger für das ungefähre Alter der Pflanze ist die gloldgelbe, sternförmige Blüte. Sobald sie reich blüht, enthält sie zu viel des Alkaloids und wir essen sie nicht mehr. Solange nur einzelne Blüten zu sehen sind, der Grossteil des Krautes aber noch keine Blüten hat, können die Blätter problemlos gegessen werden.
Die herz- bis nierenförmigen, glatten Blätter des Scharbockskrautes schmecken ziemlich bitter und werden zu einem geschmacksneutraleren Salat zugegeben.