Familie: | Doldenblütler (Apiaceae) |
Gattung: | Möhren (Daucus) |
Art: | wilde Möhre (Daucus carota) |
Vorkommen: | in ganz Mitteleuropa |
Verbreitung: | Sehr weit verbreitet auf Wiesen und an Wegrändern. Dank ihrer tiefen Speicherwurzel relativ restistent gegen Trockenheit |
Die Wilde Möhre sieht man, sogar in dieser aktuell enormen Trockenheit, immer noch sehr häufig auf den sonst zum Teil komplett ausgetrockneten Wiesen und an Wegrändern. Das liegt daran, dass ihre Speicherwurzel bis zu 80 cm tief geht und sie somit deutlich weniger hitzeanfällig ist als eine Pflanze mit höher im Boden gelegenen Wurzeln.
Bei der Verwendung von weissen Doldenblütlern ist es wichtig, sich sicher zu sein um welche Pflanzen es sich handelt, denn es gibt auch sehr giftige Vertreter dieser Pflanzenfamilie. Zum Beispiel der gefleckte Schierling, oder der Wasserschierling, welche zu den giftigsten Pflanzen der Schweiz gehören.
Die Erkennungsmerkmale, mit denen man die wilde Möhre von anderen weissen Doldenblütlern unterscheiden kann ist der dunkelviolette bis fast schwarze Punkt in der Mitte vieler Blüten. Dieser dunkle Punkt soll den Insekten vorgaukeln, dass sich schon ein Insekt auf der Blüte niedergelassen hat, es sich also lohnt auf der Blüte zu landen um Nahrung zu sammenl. Es konnte nachgewiesen werden, dass Blüten mit dem dunklen Punkt (Mohrenpunkt genannt) häufiger bestäubt werden als Blüten ohne dieses Merkmal. Leider bilden nicht alle Pflanzen diesen Punkt aus, was es uns sehr einfach machen würde, die Pflanze zu identifizieren.
Ein Alleinstellungsmerkmal ist aber das Samenkörbchen, das die Pflanze bildet wenn die Blüte verblüht ist. Die Dolde zieht sich gegen oben zu einem Behälter zusammen, der die Samen so lange schützt bis sie ausgereift sind. Erst dann öffnet sich die Dolde wieder um die Samen fallen zu lassen. Kein anderer weisser Doldenblütler macht das in der Form.
Verwendete Teile: Blätter, Blüten, Samen und Wurzeln
Die Samen haben einen haarigen Schutz, sehen aus wie kleine Igel, schmecken würzig aromatisch und können gut für herzhafte Speisen genutzt werden. Vor dem Verzehr empfiehlt sich, die Samen etwas zu mörsern, resp. anzuquetschen, damit sie nicht unverdaut wieder ausgeschieden werden.
Das Kraut der wilden Möhre ist, ebenso wie dasjenige des Gemüserüeblis, ist Nahrung für Schmetterlingsraupen, kann aber auch gegessen werden.
Die Wurzel ist weiss, weniger breit als die des gezüchteten Verwandten des Rüeblis und enthält eine höhere Konzentration an Inhaltssoffen, als die Zuchtvariante.
ätherisches Öl, Flavonoide, Lycopin, Pektin, Kalium, Carotinoide, Vitamine B1, B2 und C,
Wirkungskreis: Stoffwechselanregend, harntreibend, entzündungshemmend